Mal etwas über den Tellerrand geschaut: Mit Lisa und Matthias von der Beta Bande haben wir die 2. Parkour Community Konferenz in Hamburg besucht.

Die Themen waren:

  • Parkour aus Sicht des Deutschen Turner Bund (Wettkampf, Ausbildung)
  • WTB Ausbildungssystem
  • Wettkampf im deutschen Parkour
  • Ökonomisierung von Parkour

Podiumsdiskusion: „Guerilla oder Verband?“

Vortrag: Parkour für Entwicklung: Entwicklungsarbeit durch Parkour von Lukas „Professor Parkour“ Rosendahl

Workshops u.a Umgang mir Angst & Überwindung, Haftung & Versicherung für Trainer, …

Als Kletterer war die Konferenz sehr spannend mitzuerleben. Die Parkour Community findet sich gerade selbst, steht unter Druck sich zwischen Freiheit und Rebelentum oder Professionalisierung und Kommerzialisierung selbst zu finden. So wird der Vorstoss des Deutschen Turnerbundes die Trainerausbildung und Wettbewerbsformat voranzutreiben sehr kritisch gesehen. Auch die Idee der Selbstorganisation versus einer Vereinsbildung wurde kontrovers diskutiert. Insgesamt sind viele Parallelen zu der Sportkletterbewegung der 80/90er Jahre zu sehen.

Beeindruckt war ich von der location „Die Halle„: Das Vereinsprojekt hat innerhalb weniger Jahre eine super Sportanlage und eine Vielfalt an Projekten mit Schulen und Bedürftigen auf die Beine gestellt. Ein Highlight dabei ist die Jam „gravity sucks„, zu der im Juli nicht nur mehr als 300 Athleten am Start waren, sondern auch noch 9 Athleten aus Krisenregionen der Welt eingeladen wurden. Die Team hat dabei für Flug, Unterkunft und Organisation gesorgt, das Ganze finanziert und auch noch wissenschaftlich begleitet. Ausserdem war der Vortrag von Lukas Rosendahl zu seiner Studienarbeit über Parkour und Entwicklungsarbeit spannend und sehr informativ. Die Workshops waren leider aufgrund des überzogenen Zeitrahmens etwas kurz und flach, aber dafür gab es noch bis in die Nacht interessante Gespräche und Austausch.

Wer mehr wissen will, hier ein paar links:

Die Halle Hamburg

Parkour Community Kongress

gravity sucks